30.6.2009

Ausstellung August bis Dezember 2009 im Kul-tour Vögelinsegg

Im Kul-tour Vögelinsegg, wo Elsbeth und Peter von Tessin so vielfältige kulturelle Anlässe veranstalten, darf meine Ausstellung vom Sommer bis Weihnachten 2009 stattfinden. Ich habe sie ganz dem Thema Berge gewidmet. Weil ich gerne in den Bergen wandere, weil ich Weitblick in jeder Form schätze, weil das Licht im Gebirge mich zum Malen verlockt. Aber wohl auch, weil ich davon erzählen möchte, wie zart trotz aller imposanten Kraft die Gletscher sind. In der Hoffnung, dass wir unserer natürlichen Umgebung doch noch genügend Sorge tragen werden.

Bergwelten

Catherine Buchmann zeigt
Oelbilder und Aquarelle

In Kul-tour auf Vögelinsegg

Vernissage: Sonntag, den 30.8. 2009, 16.00Uhr

Die Ausstellung dauert bis Weihnachten

Besichtigung bei allen Anlässen von Kul-tour oder auf Anfrage:
Tel. 071 340 09 01 / info@kul-tour.ch.

Ein allfälliger Reingewinn geht zur Hälfte an die Stiftung Latino

23.3.2008

Ausstellung im Juni 2008 in der Vadianbank St.Gallen

Wechselspiele Kultur - Natur

Als Laie habe ich die Narrenfreiheit, mich dem Diktat der Ungegenständlichkeit zu entziehen. Ich muss mich weder der Mode noch dem Kunsthandel anpassen. Ich darf malen, weil es mich beglückt. Zugleich ist es auch eine Möglichkeit, mich still auszudrücken. Ich kann mich noch einmal vertiefen in Momente, die mich berühren, und eine andere Form der Mitteilung suchen. Nicht die fotografisch genaue Wiedergabe ist mein Ziel, aber es sind meist Eindrücke von äusseren Realitäten, die mich zum Malen verlocken. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf Situationen, die mich zum Malen angeregt haben.

Eine alte Mauer erzählt mir von Generationen von Bergbauern, die Steine an den Feldrand getragen haben im Ueberlebenskampf. Die Bauern sind weggezogen. Die Natur zeigt ihre Kraft beim Sprengen der Mauer und neuer Wald erobert still die Landschaft für sich. Oder: Eine Strasse, vorschnell in den Hang geschlagen - bereits im nächsten Frühjahr hat der Berg zurückgeschlagen. Sanfter der Nebel: er packt ganze Städte, Autobahnen, Fabriken Sportarenas, Shopping-Centers ein, als wären sie gar nicht da. Ein verregneter Waldweg: bleiben die Pfützen genügend lange, so siedeln sich Kaulquappen in den Radspuren an.

Ich habe kulturelle Spuren gefunden, die noch im Verfall ästhetisch wirken und zugleich Lebensraum für Pflanzen und Tiere gewähren. Ich bin voller Begeisterung für die Kraft der Natur, welche sich rasch wieder ausbreitet, wenn wir es zulassen. Beglückend, wenn von überlebter Kultur bloss unschädliche Spuren bleiben.